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Kinder sehen Krieg – Die Zeichnungen von Ernst Hopp
Wir befassen uns mit den Zeichnungen des jungen Ernst Hopp, die während des ersten Weltkriegs gefertigt wurden und mittlerweile Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes sind. Sie zeigen den Krieg durch die Augen eines Schülers und wie präsent die Leiden der Soldaten an der Front in seiner Gedankenwelt waren. Ein Social Media- und Webseitenkonzept machen die Zeichnungen mitsamt Hintergrundinformationen für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich.
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Hintergrund
Das Projekt „Kinder sehen Krieg – Die Zeichnungen von Ernst Hopp“ widmet sich einem besonderen historischen Quellenbestand: den Zeichnungen des jungen Ernst Hopp, die während des Ersten Weltkriegs entstanden sind und heute Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes sind. Im Mittelpunkt stehen Tuschezeichnungen in dem Schulheft des Jungen, die den Krieg durch die Augen eines Kindes zeigen, dessen Lehrer an die Front beordert wurde. Dadurch eröffnen sie einen besonderen Zugang zur Frage, wie Krieg in der Gedankenwelt junger Menschen ankommt, wie er verarbeitet wird und welche Bilder, Ängste und Vorstellungen er hervorruft.
Ernst Hopps Zeichnungen machen sichtbar, wie präsent der Krieg auch fernab der Front im Alltag und Bewusstsein der Kinder war. Sie zeigen Szenen von Soldaten, Kämpfen, Verwundung und Leid und verbinden eine kindliche Faszination der Kriegstechnik mit einer erschreckenden Nähe zu den Ereignissen des Ersten Weltkriegs. Gerade dieser Gegensatz aus Faszination, Angst und Gewalt macht den Bestand so eindrücklich. Die Zeichnungen wirken auf den ersten Blick einfach und spielerisch, erzählen aber zugleich von Gewalt, Verlust und der Allgegenwart des Krieges.
Ziel des Projekts ist es, diese Zeichnungen für eine interessierte Öffentlichkeit zugänglich zu machen und historisch einzuordnen. Dafür werden die Werke über ein Instagram-Konzept und eine begleitende Website vorgestellt. Beide Formate sollen nicht nur einzelne Zeichnungen zeigen, sondern auch Hintergrundinformationen liefern: Wer war Ernst Hopp? In welchem historischen Kontext entstanden die Bilder? Was erzählen sie über Kindheit im Krieg? Und warum sind solche Quellen auch heute noch relevant?
Über Social Media sollen niedrigschwellige Zugänge geschaffen werden, die neugierig machen und besonders auch jüngere Zielgruppen erreichen. Die Website bietet ergänzend Raum für vertiefende Informationen, Kontextmaterial und eine strukturierte Präsentation des Bestandes. So entsteht ein digitales Erinnerungsprojekt, das die Zeichnungen als historische Quellen sichtbar macht und zugleich aktuelle Debatten und Konflikte berührt. Zu diesem Zweck wurden die Zeichnungen einer Psychologin vorgelegt, die sich vor allem mit den Kriegsfolgen für Kinder aus der Ukraine beschäftigt und Ernst Hopps Werk vor diesem Hintergrund einordnet.
„Kinder sehen Krieg“ entsteht in Zusammenarbeit mit dem Institut für Personengeschichte in Bensheim. Es macht deutlich, dass Kriegsgeschichte nicht nur auf Schlachtfeldern geschrieben wird, sondern auch in Schulheften, Kinderzeichnungen und persönlichen Geschichten.
Team
Julius Seipenbusch
(Journalismus, M.A.)
Marco Biallas
(Journalismus, M.A.)
Anna Lishchynska
(Audiovisuelles Publizieren, B.A.)
Farina Schwarze
(Audiovisuelles Publizieren, B.A.)
Entstanden im SoSe2026.